Weihnachtspost = Weihnachtsgeld

Weihnachtspost
Weihnachtspost

Heute erhielt ich erfreuliche Weihnachtspost. Erfreulich deshalb, weil ich endlich zahlen durfte. Moment. Ja, richtig gelesen. Aber der Reihe nach.

Amtsgericht Bochum: Creative-Commons-Fotos haben einen Wert titelte ich vor einiger Zeit. In einem von mir angestrengten Rechtsstreit vor dem Amtsgericht Bochum gegen eine professionelle Tierzüchterin ging es um mein Feuerwerksfoto, welches sie zum Jahreswechsel 2014/2015 rechtswidrig nutzte. Aufgrund eines Verfahrensfehlers Flüchtigkeitsfehlers von mir – ich bin schließlich Fotograf und kein Rechtsanwalt – musste ich aufgrund des Streitwerts und der Kosten-Quotelung einen nicht geringen Teil der gegnerischen Anwaltskosten selbst übernehmen. Somit waren die Kosten etwas höher als der mir zugesprochene Schadensersatz.

Soweit verstanden? Gut! Nun zum interessanteren Teil. Nach dem Kostenfestsetzungsbeschluss vom Amtsgericht Bochum Ende November wollte musste ich nun zügig mein Geld loswerden – schließlich ist dieser auch vollstreckbar. Also schrieb ich den allseits beliebten Rechtsanwalt der Gegenseite an, wohin ich denn überweisen soll. Mir war zwar seine Bankverbindung bekannt, allerdings wußte ich aus zuverlässiger Quelle, dass er aktuell seine Kanzlei seinen Wohnsitz nach Köln verlagert – da dachte ich: da wird sich vermutlich auch seine Bankverbindung ändern. Zudem lag mir bisher keine Information zur Geldempfangsvollmacht vor. Die Bankverbindung der Tierzüchterin hatte ich ebenfalls nicht.

Und was passierte trotz Einwurfeinschreiben? Nichts. Keine Antwort. Vermutlich war der gegnerische Anwalt noch mit seinem Umzug oder mit dem Kammergericht Berlin ausgelastet. Komisch, denn nach §11 Berufsordnung Rechtsanwälte (BORA) müsste er  ohne schuldhaftes Zögern handeln.

Der Mandant ist über alle für den Fortgang der Sache wesentlichen Vorgänge und Maßnahmen unverzüglich zu unterrichten. Ihm ist insbesondere von allen wesentlichen erhaltenen oder versandten Schriftstücken Kenntnis zu geben.

Da kommt mir wieder – wie ich bereits schrieb – die Frage des Richters während der Verhandlung in den Sinn:

Dass die Verhandlung – zum Unmut des vorsitzenden Richters – überhaupt angesetzt werden musste und auch noch gut eine Stunde dauerte, lag dann auch am gegnerischen Prozessbevollmächtigten, der sich dazu die Frage des Gerichts gefallen lassen musste, ob er denn diesen Prozess für sich führe oder im Sinne der Beklagten.

Nach rund 14 Tagen ohne Reaktion wurde es mir dann zu bunt – ich schrieb die Gegnerin direkt an. Schließlich gilt das anwaltliche Umgehungsverbot nach §12 BORA nicht für mich … Siehe da, ihre Bankverbindung teilte sie mir heute mit, Zinsen ausgerechnet, überwiesen. Frohe Weihnachten.

Backup: Smartphone-Fotos sichern

Batch-Script
Batch-Script

Mal eben ein Foto mit dem Smartphone geschossen. Und noch mal. Und wieder eines. Heutzutage hat fast jeder ein Smartphone und jedes Smartphone eine gescheite und vor allem hochauflösende Kamera. Das Smartphone ist schnell zur Hand und immer dabei. Klar, ist ja auch kompakter als die komplette DSLR-Ausrüstung. Und die Video-Qualität beispielsweise zu Reportage-Zwecken grandios.

Spätestens wenn bei Dateigrößen jenseits der 5 MB der interne Speicher voll ist oder eine neue microSD-Karte her muss, stellte zumindest ich mir lange die Frage: wie sicherst du eigentlich deine (wichtigen) Smartphone-Fotos? Als iPhone 6 – Nutzer („Nein ich habe kein Handy, ich habe ein iPhone“) nutzt man normalerweise iTunes zur Sicherung der gespeicherten Smartphone-Daten. Per angeschlossenem Lightning-USB-Kabel hat man zudem Zugriff auf den Foto- und Video-Speicherbereich des iPhone 6. Der Haken: mein iPhone hängt kaum am Server bzw. PC. Und mit dem iTunes-Backup habe ich auch nicht wirklich direkten Zugriff auf die geschossenen Fotos und Videos.

Seit rund zwei Jahren nutze ich für regelmäßige Foto-Backups von iPhone und Android-Smartphone folgende, einfache, selbstgestrickte Lösung unter Windows (!). Sie benötigen lediglich einen kostenlosen Dropbox-Account mit 2 GB-Basis-Speicherplatz und ein selbst erstelltes Windows-Batch-Script.

Dropbox-App
Dropbox-App

Installieren Sie Dropbox auf Ihrem Smartphone und auf Ihrem Windows-PC. Auf Ihrem Smartphone konfigurieren Sie die Dropbox-App für den automatischen Kamera-Upload im Hintergrund. Alle neu geschossenen Fotos und Videos werden somit in Ihren Dropbox-Account geladen.

Ich empfehle natürlich, den Upload nur im WLAN vorzunehmen, um mobiles Datenvolumen einzusparen. Aber entscheiden Sie selbst.

Auf Ihrem Windows-PC legen Sie nun eine neue Batch-Datei an. Am einfachsten mit dem Windows-Notepad/Editor als Textdatei.

Wichtig ist, dass die Dateiendung auf .bat endet. Zur Not müssen Sie zuerst Windows bzw. den Explorer so konfiguieren, dass bekannte Dateiendungen eingeblendet werden.

Die Batch-Datei muss folgenden Inhalt haben:

Batch-Datei
Batch-Datei

robocopy C:\Dropbox\Kamera-Uploads C:\Backup\Smartphone /E
del /Q C:\Dropbox\Kamera-Uploads\*.*

Mit der ersten Zeile werden alle Dateien, also Fotos und Videos, aus Ihrem Dropbox-Kamera-Upload-Ordner in Ihren Backup-Ordner inklusive Unterordner kopiert. Die zweite Zeile veranlasst, dass ohne Nachfrage alle Dateien aus dem Dropbox-Kamera-Upload-Ordner wieder gelöscht werden – und damit auch aus der Cloud. So reicht im Regelfall auch der 2GB-Basis-Dropbox-Account.

Gegebenenfalls müssen Sie die Pfade Ihren Wünschen bzw. dem Installationsort von Dropbox anpassen.

Mit jedem Doppelklick auf die gespeicherte Batch-Datei (gerne auch über den Taskplaner automatisiert) werden somit alle Fotos und Videos gesichert (sofern die Dropbox-App auf dem Smartphone schon alles in die Cloud geladen hat und der PC synchronisiert ist).

Für noch einfachere Lösungen bin ich natürlich offen.

Hinweis: alle Beschreibungen sind ohne Gewähr. Keine Haftung für Datenverlust 🙂

 

Wenn netter Brief, Abmahnung und Gerichtsurteil nicht helfen … hilft der Gerichtsvollzieher

df
Foto: Feuerwerk Kurparkfest 2009 Hamm, Urheber: Dirk Vorderstraße, Lizenz: CC BY 3.0

Ich berichtete bereits mehrfach über die Sturheit eines Profi-Reitstalls. Netter Brief, Abmahnung, Versäumnisurteil – und nun der Gerichtsvollzieher.

Anfang November 2015 erging das Versäumnisurteil mit entsprechendem Schadensersatz-Zuspruch aufgrund der Nutzung meines nebenstehenden Creative-Commons-Feuerwerk-Fotos. Auf meinen neuerlichen Brief mit Zahlungsfrist unter Hinweis auf das vorläufig vollstreckbare Urteil wurde – genau – wieder nicht reagiert. Keine Antwort – kein Anruf, kein Brief, nichts.

Schreiben des Gerichtsvollziehers
Schreiben des Gerichtsvollziehers

Es blieb mir also nichts anderes übrig, als über die entsprechende Gerichtsvollzieherverteilstelle des zuständigen Amtsgerichts einen Vollstreckungsauftrag zu erteilen. Das Ergebnis lies – mit vorerst positivem Ausgang – nicht lange auf sich warten.

Erst recht interessant wird es allerdings mit Blick auf die Facebook-Seite des Reitstalls. Zahlung von Schadensersatz ist nur die eine Hälfte des Urteils, der Unterlassungsanspruch gem. §97 UrhG wurde mir selbstverständlich auch zugesprochen. Und mein Foto wird weiterhin öffentlich zugänglich gemacht. Obwohl es im Urteil heißt:

[…]die Beklagte wird verurteilt[…]es bei Meidung eines für jeden Fall der Zuwiderhandlung festzusetzenden Ordnungsgeldes bis zu 250.000,00 €, ersatzweise Ordnungshaft, oder der Ordnungshaft bis zu 6 Monaten, zu unterlassen, das Lichtbildwerk „Feuerwerk Kurparkfest 2009 Hamm“ des Klägers (Anlage 2 der Klageschrift) öffentlich zugänglich zu machen.[…]

Da gerade unsere zweite Tochter zur Welt gekommen ist, habe ich momentan schönere und wichtigere Dinge zu tun, als mich noch in diesem Jahr um so etwas zu kümmern.

Urheberrecht – das unbekannte Wesen, Dieblink Teil 1

Deeplink
Foto: Deeplink, Urheber: Dirk Vorderstraße, Lizenz: CC BY-NC 3.0

In der Kategorie Dieblink – nicht zu verwechseln mit dem Deeplink – veröffentliche ich in unregelmäßigen Abständen Links zu interessanten Artikeln zum Thema Fotodiebstahl.

Der heutige Hinweis auf einen Beitrag von BasicThinkingChefredakteur Tobias Giller unter dem Titel „Das Sportwagen-Grüne-Bild: Ein unbekanntes Wesen namens Urheberrecht“ handelt von einem von Tobias selbst geschossenem Foto, das auch nach Jahren gegen seinen Willen fleissig weiter im Netz verbreitet wird. Und das man scheinbar als Fotograf und Urheber immer stets der Dumme ist und sich für alles und jeden rechtfertigen muss. Sehr lesenswert.

Interesse an Dieter Bohlen’s Haus und Anschrift ebbt nicht ab

Dieter Bohlen (O Sole Mio!, Cala Ratjada) (Foto 10702)
Foto: Dieter Bohlen (O Sole Mio!, Cala Ratjada), Urheber: Dirk Vorderstraße, Lizenz: CC BY 3.0

Vor ziemlich genau fünf Jahren habe ich auf dem Rückweg von Hamburg – dank Stau auf der A1 – mal kurz in Tötensen gehalten, Metzendorfer Weg. Wohnhaft hier? Dieter Bohlen.

Seine Wohnort nahe Hamburg ist allgemein bekannt (er hat mittlerweile – freiwillig oder unfreiwillig – einen eigenen Google Maps – Eintrag), ebenso seine zweite Heimat Cala Ratjada auf Mallorca.

Geklingelt habe ich nicht, allerdings im Rahmen der Panoramafreiheit ein Foto seines Hauses bzw. der Einfahrt geschossen. Dieses eine Foto steht seit mehreren Jahren immer an der Spitze der am häufigsten angeklickten Fotos (absolute Klickzahl) und beliebtesten Fotos (durchschnittliche Klickzahl pro Tag) in meiner Foto-Datenbank.

Und das heißt: samstags zur Prime-Time (oder sonntags zur Wiederholung), wenn alle Supertalent oder DSDS schauen, verdrei- bis verzehnfachen sich die Klickzahlen für einige Stunden und der Server raucht. Interessant, wie viele Leute sich doch noch für Herrn Bohlen interessieren und wo/wie er wohnt.

Interessant ist auch, dass ich immer wieder einige Anrufe und E-Mails bekomme und nach seiner Adresse gefragt werde –  z.B. zwecks Autogrammwünschen – dabei steht die Anschrift doch direkt am Foto.

Dirk Vorderstraße spendet an Rolli-Rockers-Sprösslinge e.V.

Baby-Mobile aus Holz
Foto: Spende, Urheber: Dirk Vorderstraße, Lizenz: CC BY-NC 3.0

Heute wurde ich auf einen Beitrag des WDR aufmerksam, der an Dreistigkeit, Betrug und Abzocke gar nicht zu überbieten ist. Aktuell wird vor einem falschen WDR-Mitarbeiter gewarnt, der sich mit Tricksereien Bargeld erschwindelt (hat). So geschehen auch beim Mülheimer Verein Rolli-Rockers-Sprösslinge e.V.. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, sozialschwachen, erkrankten und behinderten Kindern in der Region zu helfen und zu unterstützen. Mit viel Integrations- und Behindertenarbeit auch da, wo andere oder gesetzliche Kostenträger an ihre Grenzen stoßen.

Ich spende jedes Jahr einen Teil meines Gewinns als Fotograf an gemeinnützige Organisationen oder Vereine, normalerweise in Hamm ansässige. In diesem Jahr geht meine Spende allerdings ins Ruhrgebiet an Rolli-Rockers-Sprösslinge e.V., die damit den finanziellen Verlust durch die dreiste Abzocke ausgleichen können (auch wenn der Vorsitzende schon privat in die Bresche gesprungen ist).

Portrait-Fotograf, Fotografen-Portrait

Melanie Müller
Foto: Melanie Müller, Urheber: Dirk Vorderstraße

Der erste Eindruck zählt. Beim Fotografen. Und bei der Person, die portraitiert werden soll. Oder doch nicht?

Was, wenn man mehr Details über die betreffende Person weiß? Wird sie dann anders in Szene gesetzt? In einem von Canon (ja, ich bin ein Nikon-Fan!) veröffentlichten Experiment, in dem verschiedene Fotografen über ein und die selbe Person unterschiedliche Hintergrundinformationen hatten (Alkoholiker, Millionär, …), gab es interessante Ergebnisse. Mehr möchte ich nicht verraten und lieber auf den Blogbeitrag von Markus Schelhorn hinweisen.

Heißt für mich: immer auch eine Spur unvoreingenommen herangehen.

DDoS-Attacke auf vorderstrasse.de

Gigabit LAN Netzwerk Switch (Foto 10451)
Foto: Gigabit LAN Netzwerk Switch, Urheber: Dirk Vorderstraße, Lizenz: CC BY 3.0

Eine Distributed Denial of Service-Attacke – kurz DDoS-Attacke – gegen eine Website ist nicht gerade die feine englische Art. Laienhaft dargestellt wird etwa mithilfe von Botnetzen (mit Viren und Trojanern infizierten Personal-Computern in aller Welt) versucht, durch tausend- oder millionenfachen Aufruf einer bestimmten Website den dahinterstehenden Server in die Knie zu zwingen. Die Website ist dadurch quasi nicht mehr erreichbar, die Last ist zu hoch. Potentielle Kunden könnten beispielsweise in einem Online-Shop nicht mehr bestellen.

Durch die Aufteilung des Angriffs auf viele einzelne Rechner in der ganzen Welt ist eine Blockade bzw. eine Abwehr so gut wie unmöglich (z.B. durch IP-Sperren). Denn hinter den Aufrufen könnten ja auch echte User bzw. echte Kunden stehen. Und die will man ja nicht aussperren.

Vor einem Jahr, im November 2014, wurde ich selbst mit der Domain vorderstrasse.de Opfer so eines Angriffs. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich in Dänemark, konnte aber dennoch schnell reagieren. Mein Server-Betreiber nahm die Seite sofort vom Netz, damit seine anderen Kunden nicht ebenfalls darunter leiden mussten. Innerhalb von 4 Stunden und 11 Minuten wurde 5,75 Millionen mal (!) versucht, die Domain bzw. Website vorderstrasse.de aufzurufen. Mithilfe des Apache-Mods GeoIP wurden als zweite Sofortmaßnahme nur noch Zugriffe aus deutschsprachigen Ländern, also aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, zugelassen (die Angriffe kamen lt. IPs hauptsächlich aus den skandinavischen Ländern und dem Nahen Osten). Meine Seite war dann wenigstens halbwegs wieder erreichbar, wenn auch aufgrund der GeoIP-Berechnungen sehr langsam.

Nach 48 Stunden wurden über 1000 Aufrufversuche pro Sekunde gezählt, so dass ich mich dazu entschieden habe – u.a mithilfe der Google Webmastertools – meine Haupt-Website auf dirk-vorderstrasse.de umzuziehen. Erst nach rund 2 1/2 Wochen flaute der Angriff ab.

Bei so einer aufgezogenen Attacke ist es so gut wie ausgeschlossen, den Verursacher festzustellen. Wenn ich nicht durch Zufall in einem Datenschutz- und Netzpolitik-Blog ein Interview mit dazugehörigen Kommentaren gelesen hätte, dass ein Piratenpartei-Mitglied jemand eine DDoS-Attacke auf seine eigene Website auf die Domain vorderstrasse.de aktiv weiter- bzw. umleitet. Zum eigenen Schutz? Werde ich wohl nie erfahren. Auf jeden Fall brüstete er sich öffentlich damit.

Was dann folgte, war eine Strafanzeige meinerseits. Denn ein DDoS-Angriff – und natürlich auch die mutwillige Umleitung – ist gemäß § 303b Strafgesetzbuch (StGB) als Computersabotage strafbar (drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, Versuch auch strafbar). Hier galt es allerdings einige Hürden zu überwinden, denn der Beschuldigte war zunächst zur Fahndung ausgeschrieben. Und mittlerweile seit August 2015 insolvent und (vermutlich) anderweitig entsprechend verurteilt. Aber lest selbst:

Strafanzeige DDoS (Fahndung)
Strafanzeige DDoS (Fahndung)
Strafanzeige DDoS (voräufiges Ergebnis)
Strafanzeige DDoS (voräufiges Ergebnis)

Übrigens: von meiner Seite gab es bis dato keine Berührungspunkte mit dem Beschuldigten. Will sagen: kein Kunde, kein Fotograf, kein Fotodieb, kein … gar nichts!

Ausreden eines Fotodiebs, Teil 5

Absperrung am Flughafen
Foto: Absperrung am Flughafen, Urheber: Dirk Vorderstraße, Lizenz: CC BY 3.0

Da wird der Hund in der Pfanne verrückt. Aber der Reihe nach.

Nehmen wir einen bekannten Schauspieler, häufig in einer Nebenrolle einer ARD-Krimireihe zu sehen. Nun erwische ich ihn quasi selbst zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren, dass er mein von ihm geschossenes Foto fleissig weiterverteilt – an Veranstalter seiner Lesungen.

Mal unabhängig von der Rechtslage müsste sich doch bereits nach der ersten Urheberrechtsverletzung der Veranstalter bei ihm gemeldet haben – ihm dürfte spätestens dann klar gewesen sein, was man eben nicht tut: Fotos einfach ohne Hinweis auf den Urheber und ohne Nachfrage weitergeben.

Denn es ist schon moralisch hart an der Grenze, den Veranstalter auf die Prüfung der Rechtekette hinzuweisen – wenn er das Foto von seinem Stargast gemailt bekommt und gutgläubig verwendet. Insofern eher keine Ausrede – aber auch keine Entschuldigung.