Backup: Smartphone-Fotos sichern

Batch-Script
Batch-Script

Mal eben ein Foto mit dem Smartphone geschossen. Und noch mal. Und wieder eines. Heutzutage hat fast jeder ein Smartphone und jedes Smartphone eine gescheite und vor allem hochauflösende Kamera. Das Smartphone ist schnell zur Hand und immer dabei. Klar, ist ja auch kompakter als die komplette DSLR-Ausrüstung. Und die Video-Qualität beispielsweise zu Reportage-Zwecken grandios.

Spätestens wenn bei Dateigrößen jenseits der 5 MB der interne Speicher voll ist oder eine neue microSD-Karte her muss, stellte zumindest ich mir lange die Frage: wie sicherst du eigentlich deine (wichtigen) Smartphone-Fotos? Als iPhone 6 – Nutzer („Nein ich habe kein Handy, ich habe ein iPhone“) nutzt man normalerweise iTunes zur Sicherung der gespeicherten Smartphone-Daten. Per angeschlossenem Lightning-USB-Kabel hat man zudem Zugriff auf den Foto- und Video-Speicherbereich des iPhone 6. Der Haken: mein iPhone hängt kaum am Server bzw. PC. Und mit dem iTunes-Backup habe ich auch nicht wirklich direkten Zugriff auf die geschossenen Fotos und Videos.

Seit rund zwei Jahren nutze ich für regelmäßige Foto-Backups von iPhone und Android-Smartphone folgende, einfache, selbstgestrickte Lösung unter Windows (!). Sie benötigen lediglich einen kostenlosen Dropbox-Account mit 2 GB-Basis-Speicherplatz und ein selbst erstelltes Windows-Batch-Script.

Dropbox-App
Dropbox-App

Installieren Sie Dropbox auf Ihrem Smartphone und auf Ihrem Windows-PC. Auf Ihrem Smartphone konfigurieren Sie die Dropbox-App für den automatischen Kamera-Upload im Hintergrund. Alle neu geschossenen Fotos und Videos werden somit in Ihren Dropbox-Account geladen.

Ich empfehle natürlich, den Upload nur im WLAN vorzunehmen, um mobiles Datenvolumen einzusparen. Aber entscheiden Sie selbst.

Auf Ihrem Windows-PC legen Sie nun eine neue Batch-Datei an. Am einfachsten mit dem Windows-Notepad/Editor als Textdatei.

Wichtig ist, dass die Dateiendung auf .bat endet. Zur Not müssen Sie zuerst Windows bzw. den Explorer so konfiguieren, dass bekannte Dateiendungen eingeblendet werden.

Die Batch-Datei muss folgenden Inhalt haben:

Batch-Datei
Batch-Datei

robocopy C:\Dropbox\Kamera-Uploads C:\Backup\Smartphone /E
del /Q C:\Dropbox\Kamera-Uploads\*.*

Mit der ersten Zeile werden alle Dateien, also Fotos und Videos, aus Ihrem Dropbox-Kamera-Upload-Ordner in Ihren Backup-Ordner inklusive Unterordner kopiert. Die zweite Zeile veranlasst, dass ohne Nachfrage alle Dateien aus dem Dropbox-Kamera-Upload-Ordner wieder gelöscht werden – und damit auch aus der Cloud. So reicht im Regelfall auch der 2GB-Basis-Dropbox-Account.

Gegebenenfalls müssen Sie die Pfade Ihren Wünschen bzw. dem Installationsort von Dropbox anpassen.

Mit jedem Doppelklick auf die gespeicherte Batch-Datei (gerne auch über den Taskplaner automatisiert) werden somit alle Fotos und Videos gesichert (sofern die Dropbox-App auf dem Smartphone schon alles in die Cloud geladen hat und der PC synchronisiert ist).

Für noch einfachere Lösungen bin ich natürlich offen.

Hinweis: alle Beschreibungen sind ohne Gewähr. Keine Haftung für Datenverlust 🙂

 

sternTV/RTL testet Kinderfotografen

Baby-Mobile aus Holz
Foto: Baby-Mobile aus Holz, Urheber: Dirk Vorderstraße, Lizenz: CC BY-NC 3.0

„So erkennen Sie einen echten Profi“. sternTV testete mit versteckter Kamera Kinderfotografen. Der teuerste war im Übrigen auch der schlechteste Fotograf im Test. Nachzulesen hier und anzusehen nach der Sendung in der RTL-Mediathek. Fotografin Andrea Rüster begleitete den Test als Expertin. Kein Ergebnis, auf das das Fotografen-Handwerk stolz sein darf.

Kirchenmalerei – Lichtverhältnisse in einer Kirche näher beleuchtet

Gesangsbuch in der Kirche
Foto: Gesangsbücher in der Kirche, Urheber: Dirk Vorderstraße

Das Verhalten eines Fotografen auf einer Hochzeit oder einer Taufe versteht sich von selbst: stets zurückhaltend, nicht auffallend, leise, und dennoch im Hintergrund präsent, wenn es drauf ankommt – am Taufbecken oder beim Ringtausch. Ein Fotograf ist kein Vorturner. Turner? Richtig, auch kein Turner. Also angemessen gekleidet, aber praktisch. Ein T-Shirt ist aus meiner Sicht und Erfahrung okay, kurze Hose auch bei 35 Grad allerdings nicht.

Näher beleuchten möchte ich aber eher die Lichtverhältnisse. Denn die sind in fast jeder Kirche, auch bei Sonnenschein High Noon 12 Uhr mittags nie optimal, eher suboptimal. Nur was kann ein Fotograf bei schlechten und auch wechselnden Lichtverhältnissen tun? Oder: was sollte er besser nicht tun?

Schlechte Lösungen sind für mich: interner, also eingebauter Blitz, externer, also Aufsteckblitz, Objektive mit hoher Anfangsblende, Objektive mit Festbrennweite
Gute Lösungen sind: Kameras mit geringem Rauschverhalten auch bei hohen ISO-Werten, Fotos im RAW-Format speichern, um später ggfs. u.a. den Weißabgleich zu korrigieren, lichtstarke Zoom-Objektive, um nicht im Vordergrund zu stehen

Persönlich greife ich bei Hochzeiten und Taufen gerne auf meine NIKON D750 zurück. Ich hatte mich vor einiger Zeit gegen die NIKON D800 bzw. D810 entschieden. Beide würden zwar eine deutliche höhere Auflösung bieten – allerdings mit schlechterem Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten. Kurz gesagt: ISO 3200 ist ohne Probleme möglich.

Ebenso wichtig sind lichtstarke Objektive. Kostengünstig wäre eine Festbrennweite, z.B. das NIKON/NIKKOR 50mm – Objektiv mit 1,8er-Blende. Ich nutze allerdings lieber aufgrund der besseren Bildqualität, tollen Schärfe und natürlich auch Flexibilität die beiden NIKON/NIKKOR-Must-Have-Zooms 24-70mm 2,8 und 70-200mm 2,8 . Die durchgängige 2,8er-Blende bietet hier eine tolle Lichtstärke. In Kombination mit meiner guten, alten NIKON D7000 kann ich auch beide gleichzeitig nutzen und spare Zeit beim Objektivwechsel.

Unbezahlbar? Nein. Doch: eine ruhige Hand ist unbezahlbar. Training, Atemtechnik, Training, Haltung, Training. Das sollte man natürlich im Vorfeld bedenken. Hochzeit und Taufe sind unvergessliche Momente für Brautpaare und Eltern. Die Momente sind nicht wiederholbar. Heißt auch: nicht nur ruhige Hand – auch allgemein Ruhe bewahren. Nervös sind immer die anderen 🙂 .