Dortmunder Volksbank deaktiviert meine EC-Karte

Geldautomat - EC-Karte ungültig
Geldautomat – EC-Karte ungültig
Alle ein bis zwei Jahre ist es soweit, es muss eine neue EC-Karte her. Nicht, weil ich sie regelmäßig verliere. Nein, meine EC-Karte ist in Dauerbenutzung. Wo immer möglich, zahle ich mit ihr. Somit löst sie sich nach einiger Zeit in ihre Bestandteile auf, die Schutzfolie reißt ein, Magnetstreifen oder Chip funktionieren nicht mehr.

Also: am letzten Donnerstag hin zu meiner Hausbank seit fast 20 Jahren – der Dortmunder Volksbank, früher Volksbank Hamm – und eine neue EC-Karte bestellt. Am heutigen Samstag dann der Super-Gau: beim Einkaufen wird die Karte nicht akzeptiert, später am Automaten der freundliche Hinweis: Ihre Karte ist ungültig! Die neue ist natürlich noch nicht da, die 20 EUR dafür sind aber schon zur Abbuchung am Montag angekündigt.

Recht herzliche Dank für dieses angenehme Wochenende, liebe Volksbank. Ich habe meine Karte nicht verloren, nein, sie musste nicht deaktivert werden. Es hätte mich schon stutzig machen müssen, dass ihre Mitarbeiterin nicht wusste, was die neue Karte kostet, und auch nicht, ob sie automatisch – wie die alte, aktuelle Karte – für Privat- und Geschäftskonten freigeschaltet wird und so weiter und so fort. War sicher das erste Mal, dass jemand ne neue EC-Karte bestellt hat.

Ach und noch ein Tipp: Geldabheben mit VISA kostet an euren Geldautomaten Gebühren. Egal. VISA-Karte rein, PIN eingeben. PIN? Für eure VISA-Karten gebt ihr keine PINs aus. Nochmals dankeschön.

Dirk Vorderstraße spendet an Rolli-Rockers-Sprösslinge e.V.

Baby-Mobile aus Holz
Foto: Spende, Urheber: Dirk Vorderstraße, Lizenz: CC BY-NC 3.0

Heute wurde ich auf einen Beitrag des WDR aufmerksam, der an Dreistigkeit, Betrug und Abzocke gar nicht zu überbieten ist. Aktuell wird vor einem falschen WDR-Mitarbeiter gewarnt, der sich mit Tricksereien Bargeld erschwindelt (hat). So geschehen auch beim Mülheimer Verein Rolli-Rockers-Sprösslinge e.V.. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, sozialschwachen, erkrankten und behinderten Kindern in der Region zu helfen und zu unterstützen. Mit viel Integrations- und Behindertenarbeit auch da, wo andere oder gesetzliche Kostenträger an ihre Grenzen stoßen.

Ich spende jedes Jahr einen Teil meines Gewinns als Fotograf an gemeinnützige Organisationen oder Vereine, normalerweise in Hamm ansässige. In diesem Jahr geht meine Spende allerdings ins Ruhrgebiet an Rolli-Rockers-Sprösslinge e.V., die damit den finanziellen Verlust durch die dreiste Abzocke ausgleichen können (auch wenn der Vorsitzende schon privat in die Bresche gesprungen ist).

DDoS-Attacke auf vorderstrasse.de

Gigabit LAN Netzwerk Switch (Foto 10451)
Foto: Gigabit LAN Netzwerk Switch, Urheber: Dirk Vorderstraße, Lizenz: CC BY 3.0

Eine Distributed Denial of Service-Attacke – kurz DDoS-Attacke – gegen eine Website ist nicht gerade die feine englische Art. Laienhaft dargestellt wird etwa mithilfe von Botnetzen (mit Viren und Trojanern infizierten Personal-Computern in aller Welt) versucht, durch tausend- oder millionenfachen Aufruf einer bestimmten Website den dahinterstehenden Server in die Knie zu zwingen. Die Website ist dadurch quasi nicht mehr erreichbar, die Last ist zu hoch. Potentielle Kunden könnten beispielsweise in einem Online-Shop nicht mehr bestellen.

Durch die Aufteilung des Angriffs auf viele einzelne Rechner in der ganzen Welt ist eine Blockade bzw. eine Abwehr so gut wie unmöglich (z.B. durch IP-Sperren). Denn hinter den Aufrufen könnten ja auch echte User bzw. echte Kunden stehen. Und die will man ja nicht aussperren.

Vor einem Jahr, im November 2014, wurde ich selbst mit der Domain vorderstrasse.de Opfer so eines Angriffs. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich in Dänemark, konnte aber dennoch schnell reagieren. Mein Server-Betreiber nahm die Seite sofort vom Netz, damit seine anderen Kunden nicht ebenfalls darunter leiden mussten. Innerhalb von 4 Stunden und 11 Minuten wurde 5,75 Millionen mal (!) versucht, die Domain bzw. Website vorderstrasse.de aufzurufen. Mithilfe des Apache-Mods GeoIP wurden als zweite Sofortmaßnahme nur noch Zugriffe aus deutschsprachigen Ländern, also aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, zugelassen (die Angriffe kamen lt. IPs hauptsächlich aus den skandinavischen Ländern und dem Nahen Osten). Meine Seite war dann wenigstens halbwegs wieder erreichbar, wenn auch aufgrund der GeoIP-Berechnungen sehr langsam.

Nach 48 Stunden wurden über 1000 Aufrufversuche pro Sekunde gezählt, so dass ich mich dazu entschieden habe – u.a mithilfe der Google Webmastertools – meine Haupt-Website auf dirk-vorderstrasse.de umzuziehen. Erst nach rund 2 1/2 Wochen flaute der Angriff ab.

Bei so einer aufgezogenen Attacke ist es so gut wie ausgeschlossen, den Verursacher festzustellen. Wenn ich nicht durch Zufall in einem Datenschutz- und Netzpolitik-Blog ein Interview mit dazugehörigen Kommentaren gelesen hätte, dass ein Piratenpartei-Mitglied jemand eine DDoS-Attacke auf seine eigene Website auf die Domain vorderstrasse.de aktiv weiter- bzw. umleitet. Zum eigenen Schutz? Werde ich wohl nie erfahren. Auf jeden Fall brüstete er sich öffentlich damit.

Was dann folgte, war eine Strafanzeige meinerseits. Denn ein DDoS-Angriff – und natürlich auch die mutwillige Umleitung – ist gemäß § 303b Strafgesetzbuch (StGB) als Computersabotage strafbar (drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, Versuch auch strafbar). Hier galt es allerdings einige Hürden zu überwinden, denn der Beschuldigte war zunächst zur Fahndung ausgeschrieben. Und mittlerweile seit August 2015 insolvent und (vermutlich) anderweitig entsprechend verurteilt. Aber lest selbst:

Strafanzeige DDoS (Fahndung)
Strafanzeige DDoS (Fahndung)
Strafanzeige DDoS (voräufiges Ergebnis)
Strafanzeige DDoS (voräufiges Ergebnis)

Übrigens: von meiner Seite gab es bis dato keine Berührungspunkte mit dem Beschuldigten. Will sagen: kein Kunde, kein Fotograf, kein Fotodieb, kein … gar nichts!

Ausreden eines Fotodiebs, Teil 4

Warnemünde
Foto: Warnemünde, Urheber: Dirk Vorderstraße, Lizenz: CC BY 3.0

Profis darf es erst recht nicht passieren. Privatleuten kann es passieren. Sollte es aber nicht. Denn ich muss auch nicht jedem erklären, dass man einfach so ein Fahrrad oder Auto nicht mitnehmen kann. Und warum man das nicht tut. Fotografien haben auch einen Besitzer, einen Urheber. Und das Internet ist kein rechtsfreier Raum.

Auch nicht für Vermieter von Ferienwohnungen und Ferienhäusern. Privatleuten. Privat? Ist die Vermietung von Ferienobjekten wirklich privat? Sicher nicht, selbst wenn, z.B. aufgrund von finanziellen Belastungen auf dem Objekt, kein Gewinn erwirtschaftet wird.

Nein, dass ist doch nur eine rein private Seite auf der ich meine Ferienwohnung vermiete!

ist dann zu hören. Aber: Grundsätzlich bleibt der Diebstahl ein Diebstahl.

Echte Abzocke: „Deutsches Firmenregister“-USTID-Nr.de

Abzocke mit Firmenregistereintrag
Abzocke mit Firmenregistereintrag
Abzocke mit Firmenregistereintrag
Abzocke mit Firmenregistereintrag

Die Abzocke mit Firmenregistereinträgen geht weiter. Als Ein-Mann-Unternehmer kann eigentlich nicht viel passieren, denn Erstens ist mir die Abzock-Masche bekannt und Zweitens lese ich somit meine Post selbst bzw. beantworte sie auch. In größeren Unternehmen ist das natürlich anders – da liest die Sekretärin die Eingangspost oder die entsprechende Abteilung. Und schwupp – ein Abzock-Abo für einen völlig irrelevanten, unnützen Firmenregistereintrag abgeschlossen. Denn die Briefe sehen so richtig offiziell aus, dazu noch auf Umweltpapier. Wie immer: Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Weitere Details für Interessierte gibt es hier und hier.

Blog Start

Der erste Beitrag im Blog. Nicht viel zu Posten. Demnächst geht es hier richtig los, alles rund um die Fotografie wird gebloggt. Kamera-Tests, Kamera-Empfehlungen, Einstellungen, Fotografie-Tutorials, Foto-Recht, und, und und …