Abmahnung für Dirk Vorderstraße – ich wurde abgemahnt

Abmahnung
Foto: Abmahnung, Urheber: Dirk Vorderstraße, Lizenz: CC BY 3.0

Momentan ist etwas stiller in meinem Blog. Das liegt zum einen am Nachwuchs in der Familie, zum anderen arbeite ich gerade verstärkt am kompletten Redesign und Neuaufritt des Fotopools.

Doch heute erwartete mein Fax-Gerät Böses. Eine Abmahnung. Eines Anwalts für einen Anwalt. Ich hätte eine unwahre Tatsachenbehauptung in diesem Blog aufgestellt, Rufschädigung, üble Nachrede, bla bla bla.

Bla, bla, bla? Ich nehme die Abmahnung nicht auf die leichte Schulter. Jede Abmahnung sollte ernst genommen werden. Doch halt: wie kann ich unwahre Tatsachenbehauptungen aufstellen und übel nachreden, wenn die Person gar nicht namentlich genannt oder sonstwie erkennbar gemacht wurde? Und erst recht gar nicht gemeint war. Und vermutlich ist sie auch nicht mit Sonderwissen erkennbar.

Allein schon aufgrund von formalen Schwächen wie den Datumsangaben in der Abmahnung sollte ich sie eigentlich links lassen. Kurzfristig habe ich mich allerdings dazu entschlossen, mit einer minimalen, aufklärenden einseitigen Schutzschrift darauf zu reagieren,  um eine Einstweilige Verfügung zu verhindern. Denn Schutzschriften können seit 2016 endlich zentral für alle Gerichte hinterlegt werden und müssen nicht aufgrund des sogenannten fliegenden Gerichtsstands bei Internetdelikten bei allen infrage kommenden Gerichten eingereicht werden. Man weiß ja nie, wie ein Gericht möglicherweise auf einen Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung reagiert. Das weiß ich selbst aus leidiger Erfahrung.

Fazit: Manche Leute wünschen sich einfach nur gerne Aufmerksamkeit. Dass man über sie gar nicht (mehr) spricht, merken sie scheinbar selbst nicht.

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